Aktuelles 2021

Koalitionsvertrag - Bewertung aus Sicht des ZVSHK

Koalitionsvertrag - Bewertung aus Sicht des ZVSHK

06.12.2021

Sankt Augustin, 02.12.2021 - Der ZVSHK hat eine umfassende Bewertung zum Koalitionsvertrag vorgenommen (siehe unten). SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP haben mit ihrem Entwurf eines Koalitionsvertrages unter dem Titel „Mehr Fortschritt wagen – Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit“ ihren selbstgesteckten Anspruch und die Koalitionsverhandlungen zügig zum Abschluss gebracht. Der vorliegende Entwurf muss noch in den jeweiligen Parteigremien bestätigt werden, bevor er von den Koalitionären unterzeichnet werden kann. Das 177-seitige Vertragswerk enthält große Ambitionen, vor allem beim Klimaschutz und der digitalen Transformation. Auf der anderen Seite lässt es noch etliche zentrale Fragen offen.
 
Zu den wichtigen Themen Energie, Gebäude, Klima und Nachhaltigkeit finden sich im KOA-Vertrag u.a. folgende wichtige Ankündigungen:

  • Zum 1. Januar 2025 soll jede neu eingebaute Heizung auf der Basis von 65 Prozent erneuerbarer Energien betrieben werden. Im Kontext der Formulierung bleibt offen, ob hiermit nur Neubauten oder auch jede (Bestands-) Modernisierung gemeint ist. Damit dürfte dann nur noch der Einbau bestimmter Hybridanlagen möglich sein, eine Kombination von Solarthermie mit Gas-Brennwert-Geräten schafft gewöhnlich keinen Anteil von 65 Prozent EE. Im Neubau dürfte die angezeigte Anforderung zum 1. Januar 2025 zu erfüllen sein, zumal hier bereits überwiegend erneuerbare Energien wie grüner Strom in Wärmepumpen, Biomasse (Holz, Pellets, Hackschnitzel) in Biomasseheizungen, Beimischungen von synthetischen Brennstoffen (z. B. Biomethan) in Brennwertgeräten (H2-ready), Sonnenenergie in solarthermischen Anlagen oder in stromerzeugenden PV-Anlagen zum Einsatz kommen. 
  • Zum 1. Januar 2024 werden für wesentliche Ausbauten, Umbauten und Erweiterungen von Bestandsgebäuden im GEG die Standards so angepasst, dass die auszutauschenden Teile dem KfW/EH 70 entsprechen. Im GEG werden die Neubau-Standards zum 1. Januar 2025 an den KfW/EH 40 angeglichen). 
  • Das Klimaschutzgesetz soll 2022 konsequent weiterentwickelt werden, wie genau, dazu fehlen noch detailliertere Angaben. 
  • Auch auf das angekündigte Klimaschutz-Sofortprogramm, fehlen weiterhin wichtige Koordinaten für die Ausrichtung des gewünschten Transformationsprozesses. Das Ziel, den Ausbau der Erneuerbaren Energien und auch der Stromnetze deutlich zu verstärken, ist angesichts der Klimazielvorgaben wohl zwangsläufig. Es bleibt aber die Frage, ob es auch gelingen wird, diese Zielformulierung in die Realität umzusetzen und die enormen Kosten zu stemmen. Die Planungs- und Genehmigungsverfahren sollen insgesamt beschleunigt werden. 
  • Der Gebäudeenergieausweis soll vereinheitlicht und digitalisiert werden.
  • Ein digitaler Gebäuderessourcenpass soll helfen, den Einsatz grauer Energie sowie die Lebenszykluskosten verstärkt betrachten zu können. Weiterhin soll die Erstellung eines digitalen Gebäudeenergiekatasters prüfen.
  • Das bestehende Förderprogramm für serielles Bauen soll ausgeweitet werden. Im Hinblick auf die angestrebte Innovationspartnerschaft mit der Wohnungswirtschaft, die Fortschreibung von Quartiersansatz, zudem die konkrete Erwähnung der Übernahme des niederländischen Energiesprong-Prinzips und der angestrebte Ausbau flächendeckender kommunaler Wärmeplanung bzw. von Wärmenetzen ist eine angemessene Berücksichtigung der handwerklichen Realisierungsstrukturen in Deutschland zu fordern. Die Initiative „Freie Wärme“ wird dahingehend im SHK-Handwerk weiter an Bedeutung gewinnen. 
  • Für Gewerbebauten sieht das Papier eine Solarpflicht vor. Die Ankündigung, dass PV-Anlagen auf geeigneten Dachflächen für gewerbliche Bauten verpflichtend werden sollen, greift einen Trend auf, der inzwischen auch schon durch landespezifische Regelungen angegangen und forciert wird (auch für private Gebäude sollen sie die Regel werden). Um den Ausbau der Photovoltaik zu beschleunigen, wollen die Koalitionäre die Netzanschlüsse und die Zertifizierung beschleunigen, Vergütungssätze anpassen sowie die Ausschreibungspflicht für große Dachanlagen prüfen. Diesen Markt sollte sich auch das SHK-Handwerk, insbesondere Klempnerhandwerk sichern. Ein abgewandelter CO2-Garantiefonds (CCfD), der Renditesicherheit bieten kann, könnte hier ebenfalls die Förderlandschaft bereichern und zusätzliche Anreize bei weniger ertragswirksamen Dachflächen bieten. 
  • Der europäische Emissionshandel und das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) sollen im Sinne des EU-Programms Fit for 55 überarbeitet werden. 
  • Zur CO2-Bepreisung heißt es, man prüfe einen schnellen Umstieg auf die Teilwarmmiete und wolle zum 1. Juni 2022 ein Stufenmodell nach Gebäudeenergieklassen einführen. Sollte dies zeitlich nicht gelingen, werden die erhöhten Kosten durch den CO2-Preis ab dem 1. Juni 2022 hälftig zwischen Vermieter und Mieterin bzw. Mieter geteilt.
  • Die angekündigte Neujustierung und Ausweitung der Wasserstoffstrategie ist zu begrüßen. Der Einsatz von Wasserstoff für die Gebäudewärme darf nicht ausgeschlossen werden, sondern muss wesentlicher Teil der Transformation des Energiesystems im Gebäudebereich werden. Der Hochlauf ist unabdingbar für einen im SHK-Handwerk erforderlichen technologieoffenen Ansatz, der keine disruptiven Veränderungen im Berufsbild und marktgerechten Qualifikationen nach sich zieht und vorhandene Umsetzungskapazitäten bestmöglich mitnimmt.
  • Sanierungsfahrpläne sollen für Wohnungseigentumsgemeinschaften und beim Kauf eines Gebäudes nichts mehr kosten.

Grundlage für die weitere Bewertung sind die in den „ZVSHK Wahlprüfsteinen“ formulierten Erwartungen des SHK-Handwerks an die Politik der 20. Legislaturperiode. Für die Umsetzung der ambitionierten Ampel-Ziele braucht die Koalition starke Partner. Das SHK-Handwerk bietet sich für die von der Koalition ausgerufene „Allianz für Transformation“ als konstruktiver Partner an, der die Politik bei der praktischen Umsetzung ihrer Ziele unterstützt.
 

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#wirsindrelevant - Nachwuchswerbung

#wirsindrelevant - Nachwuchswerbung

01.12.2021

Das Ausbildungs- und Fachkräfteangebot kann nur über eine verstärkte Nachwuchsgewinnung und eine gezielte Abmilderung des Fachkräftemangels erreicht werden. 

Zeit zu Starten

Die gemeinsame Ausbildungsinitiative der SHK-Handwerksorganisation richtet sich direkt an junge Menschen und soll das Interesse für die vier SHK-Berufe „Anlagenmechaniker/in SHK“, „Behälter und Apparatebauer/in“, „Klempner/in“ und „Ofen- und Luftheizungsbauer/in“ wecken.

Auf der Website www.zeitzustarten.de finden Schüler und Jugendliche sowie Eltern und Lehrer alle Informationen zu den vier Gewerken, Tipps für die Bewerbung und mögliche Ausbildungsbetriebe in der Nähe.

Neu!

# wir sind relevant: die neue Imagekampagne für das SHK-Handwerk

SHK-Handwerksbetriebe haben es schwer bei der Nachwuchssuche. Andere Ausbildungsberufe oder Studium sind vermeintlich einfach attraktiver: bieten mehr Geld, spannendere Aufgaben, mehr Anerkennung. Zeit für einen Perspektivenwechsel! Deshalb zeigt die Nachwuchsinitiative ZEIT ZU STARTEN in ihrer neuen Imagekampagne: Es gibt als SHK-Fachhandwerkwerker viele Gründe, stolz auf sein Handwerk zu sein!

„Das SHK-Handwerk ist ein unverzichtbarer Partner, wenn es um die Erreichung von Zielen der Klimaneutralität seitens der Bundesregierung und seitens der Gesellschaft geht. Nachhaltigkeit, erneuerbare Energien, aber auch Raumlufthygiene und Barrierefreiheit sind Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, und in denen junge Menschen viel bewegen können. Deshalb wollen wir sie von einer spannenden, und gleichzeitig sicheren Karriere im SHK-Handwerk begeistern!“, erklärt Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK.

Dieses neue Selbstbewusstsein trägt die Imagekampagne der Nachwuchsinitiative ZEIT ZU STARTEN. Mit einem packenden Imagevideo und einer jungen Testimonial-Kampagne in den sozialen Medien räumt die Kampagne mit Vorurteilen auf und setzt ihnen starke Argumente für eine Karriere im SHK-Handwerk entgegen. Besuchen Sie die neue Kampagne auf zeitzustarten.de und folgen Sie ihr auf YoutubeInstagram und Facebook!

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30 JAHRE INNUNG SHK OBER- & NIEDERBARNIM

30 JAHRE INNUNG SHK OBER- & NIEDERBARNIM

01.12.2021

Die Innung Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Ober- und Niederbarnim feierte am 1. Oktober 2021 ihr 30jähriges Bestehen im Golfpark Schloss Wilkendorf.

Eingeladen waren die Mitglieder, Altmeister, Gastmitglieder und Sponsoren sowie Vertreter des Fachverbandes SHK Land Brandenburg, der Handwerkskammer Frankfurt (Oder). Sie alle überbrachten den Anwesenden die beste Wünsche für die Zukunft.

In seiner Ansprache sprach Obermeister Burckhard Marwitz über die Höhepunkte in der Geschichte der Innung, die am 23. März 1990 mit acht Gründungsmitglieder startete und zu ihren Hochzeiten über 100 Mitglieder hatte. Sein Dank galt vor dabei allem der Handwerkskammer Frankfurt (Oder), dem Fachverband Brandenburg und dem Zentralverband SHK.
Seine Botschaft an alle Anwesenden: „Mitgliedschaft in einer Innung bietet Sicherheit und Zusammenhalt.“

Altmeister Günter Grabert (89), der in Strausberg seinen eigenen Handwerksbetrieb gründete, erinnerte sich an die Gründungszeit: „In der Gaststätte Fichteplatz zur Ecke Grünstraße trafen wir uns 1990. Jetzt machen wir Nägel mit Köpfen in unserer Branche. Mit acht Leuten von uns haben wir am Tisch zusammengesessen und gründeten in der ehemaligen DDR in Brandenburg die erste Innung. Davon muss es in der Innung noch eine Urkunde geben. Hubert Minter, ein Innungsobermeister aus dem damaligen Westberlin erklärte uns, wir hätten viel zu lernen.“

Die Feier bis tief in die Nacht hinein, wurde durch Musik, eine Feuershow und denTänzerinnen der Discotanzgruppe des SV Woltersdorf begleitet.

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Lieferprobleme: Handwerk fordert Solidarität!

Lieferprobleme: Handwerk fordert Solidarität!

17.11.2021

Die Mitgliederversammlung des ZVSHK hat in der vergangenen Woche aktuelle Problemlagen für das Innungshandwerk behandelt. Die intensive Diskussion der vertretenen Landesverbände hat klar gezeigt, dass Lieferengpässe und Materialknappheit derzeit den Betrieben große Schwierigkeiten bereiten. Sie kosten Umsatz und führen auf Kundenseite zunehmend zu Beschwerden, weil Produkte und Fabrikate nicht zur Verfügung stehen, die sich der Kunde ausdrücklich wünscht.

Die Mitgliederversammlung richtet daher einen Appell an alle Markt- und Branchenpartner aber auch an die Politik, die Liefer- und Materialproblematik in gemeinschaftlicher Verantwortung anzugehen. Das SHK-Handwerk fordert Solidarität und Gemeinsinn der Branche im Handeln nach außen wie nach innen. Denn die Konsequenzen der kurzfristig sicher nicht abzustellenden Lieferengpässe lenkt immer stärker die öffentliche Aufmerksamkeit auf unsere Branche. Das prägnanteste Beispiel hierfür: Die Lage in den Flutgebieten, wo mit Hochdruck daran gearbeitet wird, die Menschen in ihren Häusern wieder mit Strom, Wasser, Wärme zu versorgen. Hier haben wir uns als Handwerk mitunter von Politikern schon anhören müssen, wir täten nicht genug, um die  zerstörten oder beschädigten Heizungen auszutauschen oder wieder ans Laufen zu bringen.

Das führt zu Frust und Unmut! Denn kein Vorwurf ist ungerechtfertigter und ungerechter. 
Die Solidarität und Hilfsbereitschaft bei den Betrieben ist bundesweit riesengroß. Die Betriebe vor Ort arbeiten am Anschlag. Sie müssen aber auch immer öfter die Erfahrung machen: Es fehlt dringend benötigtes Material. Installationen und in  Inbetriebnahmen dauern viel länger als eigentlich notwendig. 

Wir wissen: Unseren Marktpartnern bei den vorgelagerten Vertriebsstufen ist das alles nicht fremd.

Industrie und Großhandel müssen ebenfalls damit klarkommen, dass Vorlieferanten nicht mehr so schnell liefern, wie noch in Vor-Corona-Zeiten. Lieferketten sind überdehnt und reißen auch schon einmal. Die Folge: Unser jüngster Konjunkturbericht aus dem Herbst 2021 zeigt inzwischen umsatzbeeinträchtigende Auswirkungen im SHK Handwerk: 92,3 Prozent der Betriebe berichten über Lieferprobleme von Seiten des Großhandels oder der Hersteller. Das waren im März 2020 zu Beginn der Coronakrise nur 31,4 Prozent.

Dazu kommt: Unser Handwerk hat in zunehmendem Maße sogar mit geplatzten Lieferterminzusagen zu kämpfen, muss für Einzelprodukte mitunter sogar auf Baumärkte ausweichen. Wenn das so weitergeht, wird diese Problematik nicht nur durchschlagen auf die politisch forcierten Klimaschutzpläne, sondern auf Produktivität und Ansehen der Branche insgesamt.

Was also tun? Die Mitgliederversammlung des ZVSHK appelliert einhellig an unsere Branchen- und Marktpartner: Bedient Eure Fachschiene zuerst. Zeigt Euch solidarisch. 
Fahrt Eure Aktivitäten in anderen Vertriebskanälen herunter. Liefert das verfügbare Material zielgerichtet und bevorzugt an das SHK-Handwerk – gerade auch in den Flutgebieten - und helft dabei, unsere Branche in diesen Krisenzeiten gegenüber Öffentlichkeit und Politik als einen einvernehmlich und verantwortungsbewusst agierenden Wirtschaftsfaktor zu positionieren.

Der verantwortlichen Politik raten wir, endlich Versäumnisse anzugehen. Die Flutkatastrophe hat deutlich gezeigt, wie bestehende Überregulierung und Bürokratie in  Deutschland schnelle Hilfe ausbremst. Beispiele sind Antragsumfang und lange Prüfzeiten bis zur Gewährung zugesagter staatlicher Fördermittel aber auch Bürokratiehemmnisse die verhindern, dass von Vereinen eingesammelte Spendenmittel schnell und unbürokratisch Betroffenen zugeleitet werden können. Dies hat der ZVSHK bei der von ihm über sein Berufsförderungswerk erfolgreich initiierten Spendenaktion selbst erfahren müssen.

Dazu kommt: Gerade die Öffentliche Hand reagiert auf Lieferengpässe, Materialverknappung und die dadurch bedingten zeitlichen und finanziellen Unwägbarkeiten bei der Auftragsabwicklung auf vielen Ebenen kaum: Angemessene Preisgleitklauseln, flächendeckend Fehlanzeige! Dies führt schon heute dazu, dass selbst breit aufgestellte SHK-Unternehmen davor zurückschrecken, sich noch an Ausschreibungen für öffentliche Bauvorhaben zu beteiligen.

Es ist dringend erforderlich, hier umzusteuern, Risiken nicht einfach weiterzureichen und stattdessen solidarischer zu handeln. Vor uns liegen gesellschaftliche Herausforderungen und Aufgaben, die wir als Branche nur in Gemeinschaft und Zusammenhalt werden meistern können. Unser Handwerk ist dazu bereit. Wir machen uns stark für unsere Partner! Industrie und Großhandel aber auch Politik sind aufgerufen, uns dies gleich zu tun.

 

Michael Hilpert ist Präsident des ZVSHK

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Einstellung der Effizienzhaus 55-Förderung zum 01.02.2022

Einstellung der Effizienzhaus 55-Förderung zum 01.02.2022

12.11.2021

Der ZVSHK wurde vom BMWi informiert, dass zum 01. Februar 2022 die Neubauförderung für das Effizienzhaus/-gebäude 55 der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) eingestellt wird.

Die Gebäudeförderung leistet einen wichtigen Beitrag für die Transformation hin zu einem klimaneutralen Gebäudebestand und zum Erreichen unserer ambitionierten Klimaschutzziele. Die Gebäudeförderung wirkt und wird vor allem im Neubaubereich sehr gut angenommen, das zeigen die Rekordzahlen 2021.

Die Bundesregierung hat deshalb am 22.09.2021 beschlossen, die für die Gebäudeförderung bereitgestellten Mittel für 2021 nochmals um 11,5 Milliarden Euro auf insgesamt bis zu 18 Milliarden Euro zu erhöhen. Gleichzeitig hat sich die Bundesregierung dafür ausgesprochen, die bestehende Fördersystematik der BEG mit Blick auf die Fördereffizienz hin zu überprüfen und anzupassen. Dies bedeutet, dass vorhandene Fördermittel gezielt dort eingesetzt werden sollen, wo Treibhausgas-Minderungen zur Erreichung der Sektorziele am notwendigsten sind und einen größtmöglichen, sichtbaren Beitrag zur Emissionsminderung leisten.

Dem Grundsatz größtmöglicher wirtschaftlicher Mittelverwendung folgend, sollen deshalb vorrangig solche Maßnahmen gefördert werden, die möglichst hohe CO2-Einsparungen generieren. Damit wird in Zukunft weniger die Förderung von energieeffizienten Neubauten als vielmehr die Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen wie z. B. ganzheitliche Sanierungen sowie energetische Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und Anlagentechnik von Bestandsgebäuden im Fokus stehen. Ziel der Bundesregierung ist auch weiterhin eine nachhaltige und langfristig verlässliche Förderkulisse im Gebäudebereich.

Bisher entfielen in 2021 etwa ein Drittel auf die Einstiegs-Förderstufe im Neubau Effizienzhaus/-gebäude 55. Selbst ambitionierte Neubauten haben jedoch aufgrund der bestehenden ordnungsrechtlichen Mindestanforderungen eine deutlich geringere Treibhausgas-Einsparung als energetische Sanierungen. Deshalb soll der Fokus stärker auf der Förderung von Sanierungen liegen.

Anträge für das Effizienzhaus/-gebäude 55 im Neubau können noch bis 31. Januar 2022 gestellt werden. Maßgeblich hierfür ist das Datum der Antragstellung.

Die EE-Klassen (Effizienzhaus/-gebäude 55 EE) und die Nachhaltigkeits-Klasse (Effizienzhaus 55 NH) werden ebenfalls eingestellt. Das Effizienzgebäude 55 NH wird für den Neubau nicht eingeführt.

Die Anpassung der Förderrichtlinie erfolgt bis spätestens Januar. Nähere Informationen werden u.a. den Banken über die KfW, den Energieeffizienzexperten über die Dena bereit gestellt.

Hinweis des ZVSHK: Die Effizienzhausstufen 40, 40 EE, 40 NH und 40 Plus scheinen davon nicht betroffen zu sein.

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Das SHK-Handwerk zur Bundestagswahl 2021

Wahlprüfsteine des ZVSHK zur Bundestagswahl 2021 Das SHK-Handwerk zur Bundestagswahl 2021

21.09.2021

Wirtschaft, Klimaschutz, Gesundheit – dieser Dreiklang bestimmt die Arbeit des Sanitär-, Heizungs und Klimahandwerks sowie das Handeln seiner Verbandsorganisation. In diesem Sinne hat der ZVSHK seine zehn Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl formuliert. Sie ergänzen aus der spezifischen Sicht der größten Gruppe des installierenden Handwerks die Wahlprüfsteine des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) sowie der Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB).

ZVSHK im Dialog mit ...

Der ZVSHK hat im Vorfeld der Bundestagswahl 2021 #BTW2021 mit vier ausgewählten Bundestagsabgeordneten zu den Themenfeldern Wirtschaft, Klima, Gesundheit gesprochen.

Grundlage der Videotalks waren die Wahlprüfsteine der SHK-Verbandsorganisation. CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis90/Die Grünen haben sich den Fragen von ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Bramann gestellt.

statement. - Das Meinungsmagazin des ZVSHK

In der digitalen Sonderausgabe, dem Wahl-Spezial des Meinungsmagazins "statement.", stellt der ZVSHK die erbetenen Antworten der aktuell im Bundestag vertretenen Parteien zu den Wahlprüfsteinen des ZVSHK zusammen. Mit einer Analyse und dem Fakten-Check prüft der ZVSHK, welche Partei in welchem Themenfeld (Wirtschaft, Klimaschutz, Gesundheit) den Vorstellungen, Forderungen und Vorschlägen des SHK-Handwerks am nächsten steht.

Mehr lesen: https://www.zvshk.de/bundestagswahl/

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Serviceportal SHK geht online

Serviceportal SHK geht online

09.08.2021

Am Freitag, 6. August 2021, wurde das Serviceportal SHK (ehem. SHK-Wartungsportal) in einer optimierten Version freigeschaltet. Es ist jetzt online mit neuer Webadresse für Verbraucher und die registrierten Fachbetriebe erreichbar!

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ZVSHK-Präsident Michael Hilpert: Die Preisspirale überdreht!

Mit empfohlener Vertragsklausel des ZDB ZVSHK-Präsident Michael Hilpert: Die Preisspirale überdreht!

07.07.2021

Es reicht! Das sage ich als Präsident des ZVSHK, aber auch als betroffener SHK-Unternehmer an die Adresse unserer Marktpartner aus Industrie und Großhandel.
Es reicht! Anders als diese können wir im SHK-Handwerk das Problem der aktuell gegebenen exorbitanten Preissteigerungen bei Baumaterialien eben nicht so einfach bei unseren Kunden abladen.

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Information: Anpassungen der ersten Förderrichtlinie des Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

26.04.2021

Im August 2020 ist die erste Förderrichtlinie zum Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" in Kraft getreten. Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt und die Wirksamkeit der Ersten Förderrichtlinie werden durch die Richtliniengeber BMAS und BMBF kontinuierlich beobachtet und bewertet, um das Bundesprogramm hinsichtlich möglicher Weiterentwicklungen aufgrund des weiteren Verlaufs der Pandemie überprüfen zu können. Für die Erste Förderrichtlinie erfolgte eine solche Weiterentwicklung bereits mit der ersten Änderung zum 11. Dezember 2020, die zweite Änderung war Gegenstand des Kabinettbeschlusses am 17. März 2021. Die Zweite Änderung der Ersten Förderrichtlinie trat am 27. März 2021 in Kraft.

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